KI auf Smartphones & Tablets

Was heute möglich ist, was IT-Leiter wissen sollten – und warum moderne Endgeräteflotten zur strategischen Voraussetzung werden

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst kein isoliertes Tool mehr, das bewusst gestartet werden muss. Sie ist heute integraler Bestandteil moderner Smartphones und Tablets – eingebettet in Betriebssysteme, Standardanwendungen und Assistenzfunktionen.

Für IT-Leiter verändert das die Ausgangslage grundlegend:
KI wird nicht mehr eingeführt – sie ist bereits da. Und sie wird zunehmend mobil, kontextbezogen und leistungsabhängig genutzt.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob KI eingesetzt werden soll, sondern wie Mitarbeitende befähigt werden können, diese neuen Möglichkeiten produktiv zu nutzen, ohne Sicherheit, Kontrolle und digitale Souveränität zu verlieren.

KI wird mobil – eine leise, aber tiefgreifende Entwicklung

In den letzten Jahren hat sich KI rasant von spezialisierten Anwendungen hin zu alltäglichen Funktionen entwickelt. Studien von McKinsey zeigen, dass generative KI bereits heute in über 60 % der Unternehmen eingesetzt wird – oft zunächst informell und dezentral. Der Einstiegspunkt ist dabei immer häufiger das mobile Endgerät. Übersetzungen, Textvorschläge, automatische Zusammenfassungen oder Bildanalysen werden unterwegs genutzt – schnell, situativ und oft ohne bewusste Entscheidung „für KI“.

Mobile Endgeräte sind damit der Ort, an dem KI im Arbeitsalltag real erlebbar wird.

Welche KI-Technologie heute bereits Standard ist – und was zusätzlich hinzukommt

Ein Großteil der KI-Nutzung erfolgt heute nicht über separat installierte Tools, sondern über integrierte Funktionen. Moderne Betriebssysteme bringen KI-Fähigkeiten mit, die in Mail-, Notiz-, Kamera- oder Suchfunktionen eingebettet sind. Diese KI ist „leise“ – sie funktioniert im Hintergrund, ohne dass Mitarbeitende sie als eigenständige Technologie wahrnehmen.

Daneben existieren weiterhin bewusst genutzte, separat installierte KI-Anwendungen. Diese sind meist cloudbasiert, arbeiten mit eigenen Nutzerkonten und eröffnen besonders leistungsfähige, aber auch sensiblere Anwendungsfälle.

Für Unternehmen ist diese Unterscheidung entscheidend:
Nicht jede KI-Nutzung ist sichtbar – aber jede ist wirksam.

On-Device oder Cloud? Warum die Gerätefähigkeit plötzlich zählt

Ein zentraler Trend, den u. a. Gartner beschreibt, ist die zunehmende Verlagerung von KI-Funktionen direkt auf das Endgerät.

Der Grund ist einfach:
On-Device-KI ermöglicht schnellere Reaktionen, reduziert Abhängigkeiten von Cloud-Diensten und kann – richtig umgesetzt – datenschutzrechtliche Vorteile bieten. Gleichzeitig bleibt Cloud-KI dort relevant, wo sehr hohe Rechenleistung oder schnelle Modell-Updates erforderlich sind.

In der Praxis entsteht ein hybrides Modell. Entscheidend ist jedoch:
Je moderner das Endgerät, desto mehr KI-Funktionen können lokal und sicher genutzt werden.

Einordnung: Welche Endgeräte heute an ihre Grenzen kommen

Realistisch betrachtet zeigt sich bereits heute eine klare Entwicklungslinie:

  • Aktuelle KI-Funktionen setzen leistungsfähige Prozessoren, dedizierte KI-Einheiten und lange OS-Unterstützung voraus.
  • Geräte, die nur noch eingeschränkt Updates erhalten oder keine spezielle KI-Hardware besitzen, werden zwar weiterhin funktionieren – aber nicht mehr den vollen Funktionsumfang bieten.

Orientierend lässt sich sagen:

  • Im Apple-Ökosystem entfalten KI-Funktionen ihren vollen Nutzen vor allem auf neueren Generationen (ab der iPhone-16-Generation besonders deutlich).
  • Bei Android-Geräten zeigt sich ein ähnliches Bild: KI-Fähigkeit hängt stark von Prozessorarchitektur, Herstellerunterstützung und OS-Version ab, nicht allein vom Alter des Geräts.

Der Punkt ist nicht: „Alles Alte ist obsolet.“
Der Punkt ist: KI-Fähigkeit wird zunehmend zur Eigenschaft moderner Endgeräte

Digitale Souveränität entsteht nicht durch Verzicht, sondern durch Befähigung

Digitale Souveränität bedeutet nicht, Technologien auszuschließen, sondern sie verstehen, einordnen und sicher nutzen zu können.

Mitarbeitende, die KI-Funktionen sinnvoll einsetzen können, arbeiten:

  • schneller,
  • strukturierter,
  • und häufig qualitativ besser.

Studien von Deloitte zeigen, dass technologische Aktualität der Arbeitsmittel einen direkten Einfluss auf Produktivität und Innovationsfähigkeit hat. Veraltete Geräte bremsen nicht nur technische Möglichkeiten – sie bremsen auch Kompetenzaufbau.

Chancen und Risiken liegen nah beieinander

KI-Assistenten können enorme Mehrwerte liefern: Unterstützung bei Texten, Zusammenfassungen, Recherchen oder Vorbereitungen. Gleichzeitig entstehen Risiken, wenn Unternehmensinformationen unbewusst in externe KI-Dienste eingegeben werden oder private KI-Accounts genutzt werden.

ENISA weist explizit darauf hin, dass unkontrollierte KI-Nutzung – insbesondere mobil – ein wachsendes Risiko für Datenschutz und Informationssicherheit darstellt.

Das Risiko liegt dabei nicht in der KI selbst, sondern in fehlender Transparenz und fehlenden Leitplanken.

Steuerung statt Verbot – was das konkret bedeutet

Ein pauschales KI-Verbot ist in der mobilen Realität kaum durchsetzbar – und häufig kontraproduktiv. Erfolgreiche IT-Organisationen verfolgen stattdessen einen differenzierten Ansatz:

Sie definieren klare Leitplanken, welche KI-Szenarien sinnvoll und erlaubt sind, schaffen Transparenz über Nutzung und sensibilisieren Mitarbeitende für Risiken.

Steuerung bedeutet:

  • bewusste Enablement-Strategien
  • klare Kommunikation statt Grauzonen
  • moderne, leistungsfähige Endgeräte als sichere Basis

Digitale Souveränität entsteht dort, wo Mitarbeitende wissen, was sie dürfen, was sie nicht sollten – und warum.

Fazit: KI als Kompetenzverstärker – mit der richtigen Basis

Künstliche Intelligenz ist eine der größten Kompetenzsteigerungen der letzten Jahre, insbesondere auf mobilen Endgeräten. Sie darf jedoch nicht zulasten von Sicherheit, Datenschutz oder Kontrolle eingesetzt werden.

Moderne Endgeräteflotten sind dafür eine zentrale Voraussetzung. Sie ermöglichen:

  • aktuelle KI-Funktionen,
  • moderne Sicherheitsmechanismen,
  • und langfristige digitale Souveränität.

Device-as-a-Service (DaaS) unterstützt genau diesen Ansatz:
Unternehmen binden kein Kapital, bleiben upgradefähig und stellen sicher, dass Mitarbeitende mit zeitgemäßen, leistungsfähigen Endgeräten arbeiten können – im Takt des technologischen Fortschritts.

Nicht jede Innovation muss sofort genutzt werden.
Aber sie sollte jederzeit möglich sein.